Die Energiestrategie 2050 bringt Veränderungen für die Energieversorgung und den Energieverbrauch mit sich. Zur Meisterung der Herausforderungen wird das zukünftige Elektrizitätssystem intelligenter, flexibler und reaktiver sein müssen. Was bedeutet diese  genau? Erste Ideen werden bereits implementiert, andere sind noch Theorie.Wie die Gesamtheit der Lösungen im Detail aussehen wird, ist Gegenstand der Arbeit unserer Arbeitsgruppen . Sind Sie interessiert, an diesem Prozess teilzunehmen?

Wir unterscheiden zwischen den folgenden Begriffen:

  • Smart Grid – intelligente Stromnetze – für Netzbelange
  • Smart Building – intelligente Gebäude – für die flexible Nutzung, Einbezug der Eigenerzeugung und Speicher
  • Smart Energy für das gesamte Elektrizitätssystem.

Smart Energy ist somit mehr als Smart Grid, die Erweiterung auf das gesamte (elektrische) Energiesystem. Dieses gesamte Elektrizitätssystem der Zukunft wird komplexer. Die Produktion von elektrischem Strom wird dezentraler und fluktuierender, beispielsweise auf Grund des Zubaus von PV-Anlagen. Neuartige Verbraucher wie Elektrofahrzeuge oder Wärmepumpen stellen neue Ansprüche an das Elektrizitätsnetz. Intelligente Gebäudesteuerungen und dezentrale elektrische Speicher ermöglichen, dass Produktion und Verbrauch bereits lokal zumindest teilweise aufeinander abgestimmt werden können. Die neuen Möglichkeiten der Eigenverbrauchsgemeinschaften verstärken diese Wirkung dank Skalierungseffektena. Zudem treten neue Akteure wie Aggregatoren von Lasten oder Produktionsanlagen am Markt auf. Unterschiedliche Akteure haben unterschiedliche Aufgaben und Ziele, welche teil- und zeitweise auch gegenläufig sein können. Im komplexer werdenden System wird die optimale Abstimmung der Akteure noch wichtiger.

All diese Veränderungen bewirken, dass das Verhalten des Energiesystems weniger genau planbar sein wird. Um die Versorgungssicherheit lückenlos und für alle gewährleisten zu können, müssen reaktive Konzepte und Systeme aufgebaut werden. Dazu gehören Demand Side Management, Demand Response oder auch die abgestimmte Nutzung von vorhandenen Flexibilitäten.

Während die Marktanreize und die Standardisierung auf verschiedenen Ebenen diskutiert werden, sind bisher nur geringe Anstrengungen in die Kennzeichnung (Label) von „SmartGridready“-Eigenschaften gemacht worden.

Zur Abstimmung all dieser Möglichkeiten wird eine verstärkte Vernetzung mit ICT (Informations- und Kommunikationstechnologien) benötigt. Dazu gehören neben der Kommunikationsinfrastruktur auch definierte Funktionen und Protokolle.

Die funktionale Transparenz zwischen Anlagen, Gebäuden und Elektrizitätsnetzen erlaubt allen Akteuren, aus der gegenseitigen Abstimmung Nutzen zu ziehen. Sowohl Investoren, Akteure der Gebäudeoptimierung wie auch Verteilnetzbetreiber haben dieses Potenzial erkannt. Ihre Bedürfnisse sollen in die Entwicklung des Labels und den Aufbau der Organisation „SmartGridready“ einfliessen.

Das Vorhaben kann nur gelingen, wenn die Schnittstellen den internationalen Kontext angemessen berücksichtigen und schon bestehende oder sich in Entwicklung befindende Standardisierungen genutzt werden. Deshalb ist die dauerhafte Abstimmung mit den nationalen und internationalen Aktivitäten unumgänglich und zentraler Teil der Entwicklung des Labels sowie dem Aufbau und dem Betrieb der Organisation SmartGridready.

Um mehr über die Geräte, Gebäude und System oder Verbünde zu erfahren, klicken Sie auf das Reckteck mit dem/den entsprechenden Wort/Wörtern darin.

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