Damit die Komponenten in innerhalb des Stromnetzes miteinander kommunizieren können, müssen die Elemente innerhalb des Vereins im steten Austausch stehen. Und darum kümmert sich Marius Schwering, der bei Energie 360 die Unternehmens- und Geschäftsstrategie mitentwickelt.
Weshalb und wie engagierst Du dich bei SmartGridready?
Ich glaube an die dezentrale Energiezukunft. Dezentrale Stromproduktion und der Stromverbrauch vor Ort müssen also möglichst gut zusammen funktionieren. Das entlastet das Energiesystem und verhindert, dass unkontrollierbare Lastspitzen die unterschiedlichen Netzebenen an ihre Grenzen bringen. Dafür braucht es ein skalierbares Modell und standardisierte Kommunikation – genau das, wofür SmartGridready steht. Daran arbeiten wir gemeinsam mit den verschiedenen Marktakteuren.
Welches ist aus Deiner Sicht die grösste Herausforderung der Schweizer Stromzukunft? Wie kann SmartGridready bei der Bewältigung helfen?
Die nachhaltig funktionierende Zusammenarbeit der unterschiedlichen Stakeholder mit klaren Spielregeln. SmartGridready bringt Akteure – etwa seitens der Stromnetze, Immobilien oder E-Mobilität – zusammen und schlägt Lösungen vor. So versuchen wir, den gemeinsamen Nenner in Kommunikation (Austausch von Steuersignalen) zu forcieren und damit skalierbare Lösungen zu ermöglichen. Wenn wir regional sehr unterschiedliche Herangehensweisen und partikulare Lösungen etablieren, wird die Energiewende scheitern.
Warum ist SmartGridready aus Deiner Sicht relevant?
Das dezentrale Energiesystem braucht planbare, verlässliche Flexibilitäten (steuerbare Lasten), um mittelfristig resilient zu funktionieren. Gleichzeitig müssen Investitionen in das Stromnetz sehr zielgerichtet statt pauschal erfolgen können.
Welchen Mehrwert haben VNB, Produktehersteller und Immobilienbesitzer von einer Mitgliedschaft bei SmartGridready?
Unsere Mitglieder können die Lösungen und die Standardisierung mitprägen. So können wir Gedanken austauschen und gemeinsam zu den besten Lösungen gelangen. Es geht nicht darum, wer die Kontrolle behält oder das System diktiert, sondern Transparenz über Kommunikation zu schaffen, um so Verlässlichkeit und Resilienz der gemeinsamen Lösung zu erzeugen. Auf diese Wiese werden alle Akteure gewinnen.

