Marco Thomas Berufsleben dreht sich um das intelligente Stromnetz: Er arbeitet für Vivavis, einem Lieferanten für Smart Grid Lösungen, engagiert sich für die SGOP (Smart Grid Operation Platform) und verantwortet dort den globalen Marktangang.
Weshalb und wie engagierst Du dich bei SmartGridready?
Einer der Erfolgsfaktoren in der Digitalisierung der 400V-Verteilnetze sind aus meiner Sicht standardisierte Schnittstellen. Erst diese ermöglichen eine schnelle und kostengünstige Anbindung von Flexibilitäten an übergeordnete Steuer- und Regelsysteme.
Welches ist aus Deiner Sicht die grösste Herausforderung der Schweizer Stromzukunft? Wie kann SmartGridready bei der Bewältigung helfen?
Teilweise fehlt der Branche das Bewusstsein, dass wir uns in einem Generationenprojekt befinden. Die Elektrifizierung des Strassenverkehrs und der massive Zuwachs von lokalen Speichersystemen (stationär und V2G) sind der Auslöser dieses Projekts. Die Energiewende findet lokal statt und hat enorme Einflüsse auf die Mittel- und Hochspannungsnetze, falls man nicht dezentral netzdienlich zu steuert. Das bedeutet auch: Der einzige Weg, dies Herausforderungen der Energiewende zu meistern, ist die komplette Digitalisierung der Verteilnetze. Das heisst: optimieren des Netzbetriebs von unten nach oben und nicht wie früher von oben nach unten. SmartGridready-Schnittstellen vereinfachen diesen Schritt.
Warum ist SmartGridready aus Deiner Sicht relevant?
SmartGridready hilft, die Digitalisierung der Netze einfacher zu gestalten und stellt Interoperabilität sicher.
Welchen Mehrwert haben VNB, Produktehersteller und Immobilienbesitzer von einer Mitgliedschaft bei SmartGridready?
Sie erhalten Informationen aus erster Hand, können Schnittstellen mitgestalten und ihre Ideen da einbringen, wo sie Impact haben.

